Die Medizin ist eine Disziplin, in der die Erkenntnisse beinahe sämtlicher Wissenschaften verarbeitet und angewendet werden. Die menschliche Gesundheit, als Gut schlechthin, ist in diesem Sinne Triebfeder für die Forschung. Vieles, was heute bereits gängige Praxis ist, ist für den Laien nur schwer verständlich. Die Femto-Lasik ist so ein Fall.
Einen Laser kann man sich wohl noch irgendwie vorstellen – gebündeltes Licht bewahrt wenigstens eine Spur Plastizität. Doch, zu wissen, was ein Femto ist, das gehört wohl nicht zum Kanon der Allgemeinbildung, wie sie in der Schule gelehrt wird. Dem Ursprunge nach, leitet sich Femto vom skandinavischen „femton/femten“ ab, was schlicht und ergreifend fünfzehn bedeutet. Was nun hat die Fünfzehn mit einem Laser zu tun? Nun, das Femto ist der Vorsatz einer Maßeinheit, so wie die weit bekannteren Kilo, Mega, Giga etc., genauergesagt, ist es die 10-15, das Billiardstel. Der Femto-Laser wird deswegen so genannt, weil die Lichtimpulse, die ausgesendet werden, Femto-Sekunden andauern (Femtosekundenlaser). In so einer kurzen Zeit, wenige Billiardstel Sekunden, legt das Licht lediglich eine Strecke von 0,3 Mikrometer (Millionstel Meter) zurück, das ist eine Strecke, die ca. hundert Mal kürzer ist, als das menschliche Haar dick.
Der Vorteil eines solchen Lasers liegt also auf der Hand, mit seiner Hilfe ist es möglich in einer Präzision zu arbeiten, die zwar die Vorstellungskraft vor eine Aufgabe stellt, aber Anwendungen ermöglicht, die früher undenkbar gewesen wären. Femto-Lasik, das ist Hi-Tech, aber vielleicht, ist auch das Femto bald Schnee von gestern und wir sehen mit dem Atto-, dem Zepto- oder gar dem Yokto-laser gegenüber.
Im Gegensatz zu herkömmlichen LASIK-Operationen ist eine LASIK mit einem Femtosekundenlaser deutlich teurer, wobei es hier auch die Kosten von Klinik zu Klinik stark unterscheiden können. Daher empfiehlt es sich, einen Kostenvergleich für LASIK-Operationen durch zuführen.