Wer sich für eine Sehschärfenkorrektur mit LASIK entscheiden möchte, sollte sich rechtzeitig über mögliche Risiken informieren. Die folgenden Risiken können bei einer Augen-Laser-Behandlung nach der LASIK-Methode auftreten:
1) Überkorrektur
Es kann sein, dass Kurzsichtige nach der Operation einige Wochen eine Lesebrille brauchen und Weitsichtige können die ersten Tage nach der Operation eventuell unter Kurzsichtigkeit leiden.
2) Rückbildung des Operations-Ergebnisses
Bei einigen Patienten kommt es in den ersten Wochen nach der Operation zur Regression und der Erfolg der Operation bildet sich teilweise zurück, was in wenigen Fällen (insbesondere höherer Dioptrienzahl) sogar eine Nachbehandlung erforderlich machen kann.
3) Beeinträchtigung des Dämmerungssehens
Je nach Pupillenweite kann es bei Patienten mit weiter Pupille (oft bei Kurzsichtigkeit über -5 und Weitsichtigkeit) vorkommen, dass sich die Pupillen bei Dunkelheit so stark weiten, dass sie über den Korrekturbereich hinauswachsen und dadurch im Dunkeln mit Lichterscheinungen (Lichthöfe, Schattenbilder)) und anderen Sehproblemen zu rechnen ist. Bei einer Pupillenweite von über 7 mm sollte nicht operiert werden!
4) Augentrockenheit
Es kann zu vermehrter Trockenheit der Augen und Femdkörpergefühl im Auge kommen. Die vorübergehenden Probleme können durch Tränenflüssigkeitstropfen behoben werden.
5) Störung des beidäugigen Sehens
Bei beidseitiger Fehlsichtigkeit, kann es nach der Operation von nur einem Auge durch die Ungleichheit der beiden Augen zu Problemen des beidäugigen Sehens (Doppelbilder, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen) kommen, die aber nach Operation des anderen Auges verschwinden.
6) Epithelablösung und ungleichmäßige Schnitte
Durch die neue Femto-LASIK Behandlung kommt es nur noch sehr selten zu Epithelablösung oder ungleichmäßigen Schnitten, die sowieso ohne negative Folgen verheilen.
7) Verschiebung des Hornhautdeckelchens
Sollte sich nach der Operation beim Augenreiben das Hornhautdeckelchen verschieben, muß es operativ wieder korrigiert werden.
8 ) Einwachsung von Epithel unter das Hornhautdeckelchen
Nach 4-6 Wochen kann bei der Nachkontrolle erkannt werden, ob die obere Hornhautschicht (Epithel) unter dem Hornhautdeckelchen eingewachsen ist, dann ist eine operative Nachkorrektur notwendig.
9) Hornhauttrübungen und Hornhautvernarbung
Einzelne Personen können durch Veranlagung Narbenprobleme bekommen, die das Sehvermögen senken, diese können gegebenenfalls nachbehandelt werden. Hornhautrübungen allein, sind im Normalfall nur vorübergehender Natur.
10) Wundheilungsstörungen
Probleme bei der Wundheilung (heftige Schmerzen 2 bis 3 Tage nach OP, Brennen, Schwellung und Tränenfluß, operationsbedingte und dem heilungsverlauf bedingte Schwankungen der Sehschärfe bzw. Sehverschlechterung, Augeninnendruckerhöhung) gehören zu den allgemeinen OP-Risiken, die miteinkalkuliert und im Entzündungsfall rechtzeitig therapiert werden müssen.